Diagnostische Kriterien für Dentalfluorose: Der TSIF („Total Surface Index of Fluorosis“)

Die traditionellen Kriterien (der „Dean-Index“) zur Diagnose von Zahnfluorose wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von H. Trendley Dean entwickelt. Während der Dean-Index bei Fluoroseuntersuchungen – einschließlich der nationalen Fluoroseuntersuchungen des CDC in den Vereinigten Staaten – noch immer weit verbreitet ist, haben Zahnforscher genauere Kriterien entwickelt […]

Fluorid, Arthritis und das Schreckgespenst der fehldiagnostizierten Skelettfluorose in den USA

Seit den 1930er Jahren ist bekannt, dass die Aufnahme von zu viel Fluorid steife und schmerzende Gelenke verursachen kann. Wissenschaftlern zufolge, die diese Erkrankung (allgemein als Skelettfluorose bezeichnet) untersucht haben, können die durch Fluorid verursachten Gelenkschäden anderen, häufigeren Formen von „Arthritis“ ähneln, was zu Fehldiagnosen führt – insbesondere durch Ärzte […]

Variabilität im radiologischen Erscheinungsbild der Skelettfluorose

Osteosklerose (dichte Knochendichte) ist die Knochenveränderung, die typischerweise mit Skelettfluorose einhergeht, insbesondere im Achsenskelett (Wirbelsäule, Becken und Rippen). Die Forschung zeigt jedoch, dass Skelettfluorose ein Spektrum von Knochenveränderungen hervorruft, darunter Osteomalazie, Osteoporose, Exostosen, Veränderungen infolge von sekundärem Hyperparathyreoidismus und Kombinationen davon. Obwohl der Grund für diese radiologische Variabilität noch nicht vollständig verstanden ist, wird angenommen, dass sie mit der aufgenommenen Fluoriddosis, dem Ernährungszustand des Patienten, der Aluminiumbelastung, der genetischen Anfälligkeit, dem Vorhandensein einer Nierenerkrankung und dem untersuchten Bereich des Skeletts zusammenhängt.

Röntgendiagnose der Skelettfluorose

Im Jahr 1937 veröffentlichte Kaj Roholm seine bahnbrechende Studie „Fluorine Intoxication“, in der er drei Phasen von Knochenveränderungen beschrieb, die bei einer Skelettfluorose auftreten (siehe unten). Diese drei Phasen, die durch Röntgenstrahlen erkennbar sind, wurden häufig als diagnostische Richtlinie zum Nachweis der Krankheit verwendet. Sie beschreiben eine osteosklerotische Knochenerkrankung, die sich zuerst im Rumpfskelett (Wirbelsäule, Becken und Rippen) entwickelt und letztendlich zu starker Verkalkung von Bändern und Knorpel sowie Knochenauswüchsen wie Osteophyten und Exostosen führt. Spätere Forschungen haben jedoch ergeben, dass Röntgenstrahlen nur ein sehr grobes Maß zur Diagnose von Fluorose darstellen, da die Krankheit Symptome und Auswirkungen (z. B. Osteoarthritis) verursachen kann, bevor eine radiologisch nachweisbare Osteosklerose in der Wirbelsäule auftritt, und auch wenn diese nicht vorliegt.