Abstract

Fluorid ist ein natürlich vorkommendes Element, das eine bedeutende Rolle für die Umweltgesundheit spielt. Es ist aufgrund natürlicher Prozesse und anthropogener Aktivitäten in verschiedenen Umweltkomponenten vorhanden. Längerer Fluoridexposition bei Tieren kann zu Toxizität führen, die negative gesundheitliche Folgen und Fluorose zur Folge hat. Diese Erkrankung betrifft vor allem Zahn- und Skelettstrukturen und kann bei Tieren zu Missbildungen führen. Chronische Fluoridexposition birgt ernste Risiken nicht nur für Haustiere und Menschen, sondern auch für kritische Wildtierpopulationen. Das Hauptziel dieses Artikels ist die Analyse der Prävalenz von Skelett- und Zahnfluorose in häufig vorkommenden Wildtieren aufgrund von Fluoridverschmutzung. Die Forschung zur Fluoridtoxizität konzentrierte sich größtenteils auf die menschliche Gesundheit und Haustierarten, während nur wenige Studien Wildtiere untersuchten. Unter den Landwirbeltieren sind Pflanzenfresser aufgrund ihres relativ unselektiven Fressverhaltens und der Tendenz zum Großeinkauf generell anfälliger für Fluoridtoxizität als Fleischfresser und Allesfresser. Erhöhte Fluoridkonzentrationen in lokalen Wasserquellen werden mit Fluoridvergiftungen bei Großraubtieren und verschiedenen Pflanzenfressern, darunter Löwen, Hirsche und Nilgauantilopen, in Verbindung gebracht. Darüber hinaus wurden in der Region Lathi Liliya im indischen Bundesstaat Gujarat zahlreiche Fälle von Fluorose bei Spitzenprädatoren wie Asiatischen Löwen dokumentiert. Die Verunreinigung des Trinkwassers mit Fluorid stellt eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit und das Überleben dieser Populationen dar und unterstreicht die Anfälligkeit von Wildtieren für die schädlichen Auswirkungen einer längeren Fluoridbelastung. Die Integrität von Waldökosystemen – einschließlich Nationalparks, Wildschutzgebieten, Biosphärenreservaten und geschützten Wäldern – bleibt aufgrund möglicher Störungen des Populationsgleichgewichts zwischen Pflanzen- und Fleischfressern erheblich gefährdet. Solche Störungen können schwerwiegende negative Folgen für die Stabilität gefährdeter Waldökosysteme haben.

Original-Abstract online unter https://link.springer.com/article/10.1007/s10661-025-14226-9